Lokaler Aktionsplan Bad Dürkheim


Das  Bundesprogramm „Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" ist ein Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit einem präventiv-pädagogischen Ansatz und dient der Bewusstseinsbildung bzw. ist auf langfristige Wirkungseffekte ausgerichtet.

Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sind in Deutschland nach wie vor ernst zu nehmende Probleme. Dies belegen die Verfassungsschutzberichte, die Wahlergebnisse rechtsextremer Parteien sowie neuere Studien und Berichte aus der pädagogischen Praxis.
Zur wirksamen Begegnung von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus bedarf es neben repressiven Maßnahmen vor allem zielgerichteter Präventionsstrategien. Dabei muss es vor allem um die Stärkung der Zivilgesellschaft und die Vermittlung von Werten wie Toleranz und Demokratie im Rahmen der bildungspolitischen Arbeit gehen. Aber auch die bereits rechtsextremistisch gefährdeten Jugendlichen dürfen nicht aufgegeben werden. Die Koalitionsvereinbarung setzt daher auf Fortsetzung und Verstetigung des Einsatzes der Jugendpolitik für Demokratie und Toleranz. Ziel ist, Verständnis für die gemeinsamen Grundwerte und kulturelle Vielfalt zu entwickeln, die Achtung der Menschenwürde zu fördern und jede Form von Extremismus, insbesondere den Rechtsextremismus, zu bekämpfen. Mit dem Programm „Jugend für Vielfalt, Demokratie und Toleranz – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ sollen diese Ziele umgesetzt werden.

Auf Grund der Einrichtung von zwei lokalen Schulungszentren der NPD und deren Aktivitäten vor allem im Jugendbereich, erhält der Landkreis Bad Dürkheim seit  2007 Bundesmittel zur Förderung von Einzelprojekten, welche der Affinität zur Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Antisemitismus entgegen wirken und im Lokalen Aktionsplan umgesetzt werden.

Der Lokale Aktionsplan Bad Dürkheim ist ein konkret, vor Ort ausgearbeitetes und umgesetztes Konzept, welches Vielfalt, Toleranz und Demokratie vor allem unter den jugendlichen Einwohnerinnen und Einwohnern stärken sollen. Hier arbeiten die Kommunen und die lokalen Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft - von den Kirchen über Vereine und Verbände bis hin zu engagierten Bürgerinnen, Bürgern und Jugendlichen - eng zusammen. Sie entwickeln gemeinsam eine Strategie gegen rechtsextreme, fremdenfeindliche und antisemitische Tendenzen vor Ort und setzen sie dann zusammen im Lokalen Begleitausschuss in Aktionen und Projekte um. So verhindert dieses dichte Netzwerk der demokratischen Kräfte, dass sich gefährliches Gedankengut unter den Kindern und Jugendlichen in der Region ausbreiten kann.


Auch Sie sind dazu herzlich dazu eingeladen sich am Lokalen Aktionsplan Bad Dürkheim zu beteiligen. Eine Beratung zur Projektentwicklung sowie der Förderung von entsprechenden Projekten und Maßnahmen erhalten Sie unter folgender Kontaktadresse:

Externen Koordinationsstelle
Diana Wendel
Kirchgasse 14
67098 Bad Dürkheim
Tel.: 06322 – 793617

Sprechzeiten sind Dienstags von 10.00 – 12.00 Uhr und Donnerstags von 17.00 – 19.00 Uhr oder nach Vereinbarung!

Weitere Informationen zum Bundesprogramm erhalten Sich auch unter
 www.vielfalt-tut-gut.de